Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der pathways digital SL für die Plattform dommy.click
Präambel
Die pathways digital SL, C/ Gremi de Sabaters 21, 07009 Palma, Spanien, Steuernummer (NIF/CIF): ESB13641428 (nachfolgend „Anbieter“ oder „dommy.click“ genannt), betreibt unter der Domain https://dommy.click eine Plattform für den Handel, die Vermittlung, die Miete und das Leasing von Internet-Domains.
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die zwischen dem Anbieter und dem Kunden über die Plattform dommy.click oder anderweitig im Zusammenhang mit den dort angebotenen Leistungen geschlossen werden. (2) Ausschließliches B2B-Angebot: Das Angebot des Anbieters richtet sich ausdrücklich und ausschließlich an Unternehmer, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher sind von der Nutzung des Angebots ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt mit Abgabe eines Angebots oder Abschluss eines Vertrags, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt und über eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) verfügt. (3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Anbieter erbringt auf der Plattform dommy.click verschiedene Leistungen rund um Internet-Domains. Der genaue Vertragsgegenstand ergibt sich aus der jeweiligen Vereinbarung und umfasst im Wesentlichen:
Verkauf aus eigenem Bestand: Der endgültige Verkauf von Domains, die sich im Eigentum des Anbieters befinden.
Domain-Vermittlung: Die Vermittlung von Kaufverträgen über Domains zwischen dem Kunden und dritten Domain-Inhabern.
Domain-Miete: Die zeitlich befristete Überlassung der technischen Nutzung einer Domain gegen ein wiederkehrendes Entgelt.
Domain-Leasing: Die zeitlich befristete Überlassung der Nutzung einer Domain gegen ein wiederkehrendes Entgelt mit der Option oder Verpflichtung zum späteren Eigentumsübergang nach Erfüllung aller vertraglichen Raten.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Der Vertragsschluss kann auf zwei Wegen erfolgen: a) Direktkauf (Fixpreis): Die Darstellung der Domains auf der Website stellt ein verbindliches Angebot des Anbieters dar. Der Kunde nimmt dieses Angebot an, indem er den Bestellprozess durchläuft und die Zahlung über den Zahlungsdienstleister (Mollie) erfolgreich abschließt. b) Verhandlungsbasis (Make Offer): Der Kunde kann über die Plattform ein unverbindliches Preisangebot oder eine Anfrage abgeben. Kommt es nach Verhandlung zu einer Einigung, sendet der Anbieter dem Kunden einen Zahlungslink (via Mollie). Durch die erfolgreiche Durchführung der Zahlung über diesen Link nimmt der Kunde das verbindliche Angebot des Anbieters an, womit der Vertrag zustande kommt.
(2) Unmittelbar nach Vertragsschluss und erfolgreichem Zahlungseingang leitet der Anbieter die vertraglich vereinbarten Schritte (z.B. Domain-Transfer) ein.
§ 4 Preise, Steuern und Zahlungsbedingungen
(1) Alle angegebenen Preise sind Nettopreise. Da es sich um B2B-Geschäfte innerhalb oder außerhalb der EU handelt, kommt in der Regel das Reverse-Charge-Verfahren zur Anwendung. Der Kunde ist verpflichtet, eine gültige USt-IdNr. anzugeben und die Umsatzsteuer in seinem Sitzstaat abzuführen. Sofern im Einzelfall spanische Mehrwertsteuer anfallen sollte, wird diese gesondert ausgewiesen. (2) Die Zahlung erfolgt per Vorkasse über den auf der Plattform integrierten Zahlungsdienstleister „Mollie“ (z.B. Kreditkarte, iDEAL, SEPA, etc.). (3) Ein Anspruch auf die Übertragung (Auth-Code) oder Nutzung der Domain besteht erst nach vollständigem, unwiderruflichem Zahlungseingang beim Anbieter.
§ 5 Domain-Verkauf (Eigener Bestand) und Transfer
(1) Bei einem Verkauf überträgt der Anbieter dem Kunden die Inhaberschaft an der jeweiligen Domain (Inhaberwechsel/Owner Change). (2) Sobald der Kaufpreis vollständig beim Anbieter eingegangen ist, stellt der Anbieter dem Kunden den Transfer-Code (Auth-Code / EPP-Code) zur Verfügung und entsperrt die Domain für den Transfer, sofern dies bei der jeweiligen Top-Level-Domain (TLD) erforderlich ist. (3) Der Kunde ist verpflichtet, den Transfer (Umzug zu einem eigenen Registrar) unverzüglich einzuleiten. Etwaige Kosten für den Transfer, die beim Registrar des Kunden anfallen, trägt der Kunde. (4) Gelingt der Transfer aufgrund fehlender Mitwirkung des Kunden nicht (z.B. falsche Handle-Daten), so bleibt der Kunde dennoch zur Zahlung verpflichtet. Eine Rückerstattung ist ausgeschlossen.
§ 6 Domain-Vermittlung (Marktplatz)
(1) Bietet der Anbieter Domains im Auftrag von Dritten an, tritt der Anbieter lediglich als Vermittler auf. Der Kaufvertrag über die Domain kommt in diesem Fall ausschließlich zwischen dem Dritten (Verkäufer) und dem Kunden (Käufer) zustande. (2) Der Anbieter haftet in diesem Fall nicht für die Durchführung des Vertrags zwischen Käufer und Verkäufer und gibt keine Gewähr für die tatsächliche Verfügungsgewalt des Verkäufers über die Domain. (3) Zahlungen für vermittelte Domains werden vom Anbieter treuhänderisch (oder via Escrow) entgegengenommen, bis der Transfer erfolgreich initiiert wurde, sofern nicht anders vereinbart.
§ 7 Domain-Miete und Leasing
(1) Miete: Bei der Domain-Miete verbleibt die Inhaberschaft der Domain beim Anbieter. Der Kunde erhält für die Dauer des Mietvertrags das exklusive Recht, die Domain technisch zu nutzen (z.B. durch Hinterlegung der Nameserver oder DNS-Records des Kunden). (2) Leasing: Beim Domain-Leasing gelten die Regelungen der Miete entsprechend. Nach Ablauf der vereinbarten Leasingdauer und vollständiger Zahlung aller Leasingraten geht die Domain durch Übermittlung des Auth-Codes in das Eigentum des Kunden über. (3) Zahlungsverzug: Kommt der Kunde bei Miete oder Leasing mit einer vereinbarten Rate in Verzug, ist der Anbieter nach einer angemessenen Nachfrist berechtigt, die DNS-Delegierung aufzuheben (Sperrung der Domain-Nutzung). Bei einem Verzug von mehr als 30 Tagen behält sich der Anbieter das Recht vor, den Vertrag fristlos zu kündigen und die Domain anderweitig zu verwerten. Bereits geleistete Raten beim Leasing verfallen in diesem Fall als Aufwandsentschädigung und Nutzungsgebühr.
§ 8 Rechte Dritter / Markenrechtliche Prüfung
(1) Keine Gewährleistung für Markenrechte: Der Anbieter garantiert bei keiner Domain (weder bei eigenem Bestand noch bei Vermittlung, Miete oder Leasing), dass diese frei von Rechten Dritter (insbesondere Marken-, Namens- oder Urheberrechten) ist. (2) Prüfpflicht des Kunden: Es obliegt allein dem Kunden, vor dem Kauf, der Miete oder dem Leasing einer Domain eigenverantwortlich zu prüfen, ob der Domainname die Rechte Dritter verletzt oder gegen geltendes Recht verstößt. (3) Freistellung: Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die sich aus der Registrierung, dem Erwerb oder der Nutzung der Domain durch den Kunden ergeben (insbesondere wegen Markenrechtsverletzungen). Dies schließt die Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung ein.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. (2) Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Anbieter – außer im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit – nur, sofern wesentliche Vertragspflichten (Kardinalpflichten) verletzt werden. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die Höhe des jeweiligen Domain-Kaufpreises oder der Jahresmiete. (3) Der Anbieter haftet nicht für Serverausfälle, technische Probleme beim jeweiligen Registrar (z.B. ICANN, DENIC) oder Fehler im weltweiten DNS-System, die den Transfer oder die Nutzung der Domain verzögern oder verhindern.
§ 10 Eigentumsvorbehalt
Domains verbleiben bis zur vollständigen und endgültigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus dem jeweiligen Vertrag im uneingeschränkten rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum (Inhaberschaft) des Anbieters.
§ 11 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Auf Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden findet ausschließlich das Recht des Königreichs Spanien Anwendung, unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). (2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Geschäftssitz des Anbieters in Spanien, da es sich bei dem Kunden zwingend um einen Kaufmann bzw. Unternehmer handelt.
§ 12 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben.
Stand: April 2026
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